Ziellos in den 3 Stunden Plan

sub3clubstopwtchNach dem erfolgreichen Rennsteiglauf hat sich etwas der Schlendrian in meine Laufplanung eingeschlichen. In meinem Bericht zur Laufplanung 2016 habe ich vollmundig angekündigt, dass das zweite Halbjahr im Fokus der Tempohärte steht. Doch nach einer dreiwöchigen Regeneration nach dem Rennsteiglauf bin ich leider nicht richtig auf Touren gekommen. Die Ausreden wurden immer mehr. Oftmals schaffte ich nur 2 bis 3 Trainingseinheiten und rund 40 Kilometer pro Woche. Zusätzlich verlief das Training sehr unstrukturiert und defokussiert. Ich fühlte mich geistig müde und die Motivation war nicht vorhanden.  So war es natürlich wenig verwunderlich, dass das Tempotraining auch nicht klappen wollte. Bei der Adidasrunners City Night in Berlin lief ich eine enttäuschende Zeit von 41:41. In jedem 10km Wettkampf-Training bin ich in diesem Jahr schneller gelaufen.  Ich schob das Ergebnis auf das intensive Training im Frühjahr. Doch meine Community auf Twitter und Facebook, allen voran ein Pingu aka Vienna Running, wollte eine so einfache Begründung nicht gelten lassen.

Ich gab mir schlussendlich einen Ruck und öffnete das heilige Buch: Steffny. Zielzeit 3:00. Vor vier Wochen bin ich in den Plan eingestiegen und seitdem geht es wieder aufwärts. Auch wenn ich ein 10km Training (Zielzeit 40:00) abbrechen musste, habe ich rasch wieder meine Form gefunden. Es geht halt nichts über einen strukturierten Plan🙂.

Einen Marathon unter 3:00 Stunden zu laufen wäre eine super Sache. Druck mache ich mir aber keinen. Ich bin schon viel weiter gekommen,  als ich nach dem ersten Marathon gedacht habe. Auf dem Erreichten werde ich mich nicht ausruhen, sondern weiter konsequent an meinen läuferischen Fähigkeiten arbeiten.  Aus diesem Grund habe ich auch den 3:00 Stunden Plan gewählt. Mein Körper soll einen neuen Reiz bekommen. Ob ich die 3 Stunden im Frühjahr 2017 schaffe, kann ich heute noch nicht sagen. Dies ist mir auch nicht so wichtig. Ich will mich dieser Zeit wenigstens annähern und meine persönliche Bestzeit von 3:09 brechen. Denn mein wahres Ziel heißt: Boston Marathon 2018.  Meine Teilnahme wäre mit einer Zeit von 3:12 gesichert. Das wird dann der Plan B für den Marathon im Frühjahr.  Bis dahin heißt es aber gut trainieren und gesund bleiben.

Keep on running!

Training für den Rennsteiglauf 2016

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Die letzte Woche der 12 wöchigen Vorbereitung für den Rennsteiglauf 2016 hat begonnen.  Ich habe mein Training auf Empfehlung von Vienna Running an Hubert Becks 100km Plan (9:45 Stunden) angelehnt.  Nach 11 Wochen habe ich rund 900 Laufkilometer gesammelt.

Die Vorbereitung für den Rennsteiglauf hat sich doch erheblich vom Comrades Marathon Training unterschieden.  Im Wesentlichen habe ich mehr Tempoläufe absolviert (VCM Staffel: 9km in 3:55 Pace; Hamburg Marathon in 3:12). Das GAT1 Training wurde im Gegenzug reduziert. Weiterlesen

Hamburg Marathon 2016

Am 17. April 2016 lief ich zum dritten Mal den Hamburg Marathon. Die Vorzeichen waren in diesem Jahr komplett anders. Im Vorjahr war alles im Zeichen von #bph. Heuer war ein lockerer Longjog als Vorbereitung für den Rennsteig Lauf geplant.

Bis Kilometer 32 war es trotz einer 4:37 Pace ein angenehmer Longjog.  Ich war selbst über mich erstaunt. Das Tempo fühlte sich locker an. Ich hatte Spaß und erfreute mich über die Anfeuerung der Zuschauer. Bei Kilometer 32 überholte ich den 3:15 Pacemaker und plötzlich war der Killerinstinkt geweckt. Die Boston Qualifikation schoss in mein Gehirn. Es wurde das Gaspedal gedrückt. Die Pace steigerte sich auf 4:29 (km 30 – 35) bzw. 4:23 (km 35 – 40). Die letzten beiden Kilometer absolvierte ich in einer 4:12 Pace. So überquerte ich nach 3:12:45 als sehr zufriedener Finisher die Ziellinie.

Der Hamburg Marathon ist halt immer eine Reise wert. Tolle Strecke, Organisation und Publikum. Mein Lieblingsmarathon!

Hier noch ein paar bildliche Eindrücke

Eine neue Laufwelt – VCM Staffel 2016

Als Marathon- bzw. Ultraläufer habe ich mit Staffelrennen bei Marathons wenig am Hut. Ich ärgere mich meistens über Staffelläufer, die hektisch an ermüdeten Marathonis im Zick-Zack-Kurs vorbeisausen. Vielleicht ist es aber auch nur der Neid über die Frische und die Pace der Staffelläufer.

Beim diesjährigen Vienna City Marathon war ich erstmals als Staffelläufer bei einem Marathon im Einsatz. Schuld daran war Angelika von den #adidasrunnersvienna. Sie hat mich gefragt, ob ich Interesse an einer schnellen Staffel habe. Da der Trainingsplan für den Rennsteiglauf einen schnellen Halbmarathon vorsah, kann ich ja auch einen schnellen Staffellauf machen. So verpflichtete ich auch gleich Christian und Gunter und somit einen Großteil des #teamultrakitty. Weiterlesen