Testbericht Saucony Kinvara 7

saucony_kinvaraAuf der Suche nach einem neuen Laufschuh für lange Läufe – den ich noch nicht kenne-  wurde ich auf den Saucony Kinvara 7 aufmerksam.  Gunter vom #teamultrakitty ist neben anderen Kollegen ein großer Fan dieses Schuhs. Jetzt werden einige von Euch aufspringen und mir sagen, dass das Einsatzgebiet des Kinvara alles andere als der Longjog sei. Auch der Laufschuhverkäufer verzog alle Gesichtshälften, als ich ihm von meinem Vorhaben erzählte. Nach einer Videoanalyse im Laufschuhladen bekam ich dann doch die Freigabe und kann Euch nun einen Testbericht zur Verfügung stellen.

Saucony sieht die Vorteile des Modells in der sockenähnlichen Passform sowie im komfortablen und reaktiven Laufgefühl. Somit eignet sich der Schuh ideal für schnelle Trainingseinheiten. Neu am Saucony Kinvara 7 ist die Everun-Dämpfungstechnologie. Sie fängt vor allem im Fersenbereich die auf den Fuß wirkenden Stoßkräfte ab. Weiterlesen

Testbericht: Adidas Adizero Adios 3 Boost

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Der Adidas Adizero Adios 3 Boost ist mein neuester Laufschuh. Er ist ein leichter, neutraler Laufschuh für Intervalle, Tempodauerläufe und Wettkämpfe.

Adidas beschreibt das Modell wie folgt:

  • Gewicht: 230 g (Größe 42 2/3)
  • boost™ Zwischensohle für höchste Energierückgabe durch tausende von Kapseln, die bei jedem Schritt Energie speichern und freisetzen
  • Obermaterial aus offenporigem Mesh für maximale Atmungsaktivität; Synthetik-Overlays für mehr Strapazierfähigkeit und gute Stützung
  • Futter aus Coolever-Mesh für ein optimales Feuchtigkeits- und Temperaturmanagement durch Luftaustausch; TORSION® SYSTEM ermöglicht eine optimierte Bewegungsfreiheit von Rück- zu Vorfuß
  • ADIWEAR™ Außensohle für ein Höchstmaß an Strapazierfähigkeit; Außensohle aus Continental™ Gummi für optimalen Grip bei allen Bedingungen
  • Rückfußhöhe: 27 mm, Vorfußhöhe: 18 mm, Sprengung: 9 mm

 

Der Praxistest

Im Jahr 2014 ist Dennis Kimetto mit dem Adios Boost in Berlin Marathon Weltrekord in 2:02:57 gelaufen. Der Schuh weißt also beste Referenzen auf🙂.  Doch ist er neben dem Spitzensport auch für ambitionierte Hobbysportler geeignet?  Der Praxistest hat es gezeigt.

Design

Aktuell herrscht bei den Laufschuhhersteller oft das Motto: Je bunter und greller, umso toller. Der Adios Boost ist hier eine angenehme Ausnahme. Der Schuh aus Herzogenaurach überzeugt mit einem satten Blau und den typischen 3 Streifen in weißer Farbe. Für mich persönlich ist der Schuh optisch sehr ansprechend.

Passform

Bei der ersten Anprobe kann der Adios bereits überzeugen. Das Obermaterial umschlingt angenehm den Fuß. Es drückt nichts, und der Fuß fühlt sich gut im Schuh eingebettet.  Der Adios punktet im Vergleich mit dem Boston Boost auch durch den guten Abtransport von Feuchtigkeit und Hitze im Schuh. Das war einer der wenigen Mängelpunkte beim Boston Boost.

Ich schätze an den Adidas Schuhen vor allem auch die Schuhbänder. Die Bänder sehen im Vergleich zu den Mitbewerbern sehr bieder aus. Sie sind aber extrem wirkungsvoll. Ich bin ein Läufer, bei dem sich des Öfteren das Schuhband öffnet, obwohl sie ja gut verschnürt waren.  Beim Adidas Boston Boost als auch jetzt beim Adios Boost ist mir dies nie passiert.

Laufgefühl

Der Adios Boost ist wesentlich flacher ausgelegt als der Boston Boost. Das sorgt für ein super direktes Bodengefühl beim Laufen. Der Athlet spürt die Straße und wird zum schnellen Laufen verleitet🙂 Das Boost Material sorgt auch bei hohen Geschwindigkeiten für eine angenehme Dämpfung. Es sind aber in diesem Schuhsegment (Wettkampf) keine Wunder zu erwarten. Der Adios Boost gibt dem Läufer auch sehr viel Flexibilität in seiner Laufbewegung.

Grip

Die Continental Außensohle sorgt – wie auch bereits beim Boston Boost angemerkt – für einen hervorragenden Grip – sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen.  Auch in den Kurven hatte ich auch bei nassem Untergrund immer gute Bodenhaftung. Der Schuh klebt förmlich am Asphalt.

Fazit

Der Adidas Adizero Adios 3 Boost ist ein toller Schuh für Wettkämpfe, Intervall- und Tempotraining. Der Schuh ist für schnelles Laufen entwickelt. Vor allem Neutralläufer  mit Normalfuß, die nicht zu schwer sind,  werden sehr viel Freude mit dem Schuh haben. Er punktet vor allem durch direkten Bodenkontakt, gute Dämpfung (für einen Wettkampfschuh), super Grip am Boden, schickem Design und Flexibilität. Nicht nur Spitzensportler schaffen mit diesem Schuh  neue Rekorde, auch bei mir gab es eine neue Bestzeit (1:26:59) im Halbmarathon 🙂

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Ziellos in den 3 Stunden Plan

sub3clubstopwtchNach dem erfolgreichen Rennsteiglauf hat sich etwas der Schlendrian in meine Laufplanung eingeschlichen. In meinem Bericht zur Laufplanung 2016 habe ich vollmundig angekündigt, dass das zweite Halbjahr im Fokus der Tempohärte steht. Doch nach einer dreiwöchigen Regeneration nach dem Rennsteiglauf bin ich leider nicht richtig auf Touren gekommen. Die Ausreden wurden immer mehr. Oftmals schaffte ich nur 2 bis 3 Trainingseinheiten und rund 40 Kilometer pro Woche. Zusätzlich verlief das Training sehr unstrukturiert und defokussiert. Ich fühlte mich geistig müde und die Motivation war nicht vorhanden.  So war es natürlich wenig verwunderlich, dass das Tempotraining auch nicht klappen wollte. Bei der Adidasrunners City Night in Berlin lief ich eine enttäuschende Zeit von 41:41. In jedem 10km Wettkampf-Training bin ich in diesem Jahr schneller gelaufen.  Ich schob das Ergebnis auf das intensive Training im Frühjahr. Doch meine Community auf Twitter und Facebook, allen voran ein Pingu aka Vienna Running, wollte eine so einfache Begründung nicht gelten lassen.

Ich gab mir schlussendlich einen Ruck und öffnete das heilige Buch: Steffny. Zielzeit 3:00. Vor vier Wochen bin ich in den Plan eingestiegen und seitdem geht es wieder aufwärts. Auch wenn ich ein 10km Training (Zielzeit 40:00) abbrechen musste, habe ich rasch wieder meine Form gefunden. Es geht halt nichts über einen strukturierten Plan🙂.

Einen Marathon unter 3:00 Stunden zu laufen wäre eine super Sache. Druck mache ich mir aber keinen. Ich bin schon viel weiter gekommen,  als ich nach dem ersten Marathon gedacht habe. Auf dem Erreichten werde ich mich nicht ausruhen, sondern weiter konsequent an meinen läuferischen Fähigkeiten arbeiten.  Aus diesem Grund habe ich auch den 3:00 Stunden Plan gewählt. Mein Körper soll einen neuen Reiz bekommen. Ob ich die 3 Stunden im Frühjahr 2017 schaffe, kann ich heute noch nicht sagen. Dies ist mir auch nicht so wichtig. Ich will mich dieser Zeit wenigstens annähern und meine persönliche Bestzeit von 3:09 brechen. Denn mein wahres Ziel heißt: Boston Marathon 2018.  Meine Teilnahme wäre mit einer Zeit von 3:12 gesichert. Das wird dann der Plan B für den Marathon im Frühjahr.  Bis dahin heißt es aber gut trainieren und gesund bleiben.

Keep on running!

Training für den Rennsteiglauf 2016

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Die letzte Woche der 12 wöchigen Vorbereitung für den Rennsteiglauf 2016 hat begonnen.  Ich habe mein Training auf Empfehlung von Vienna Running an Hubert Becks 100km Plan (9:45 Stunden) angelehnt.  Nach 11 Wochen habe ich rund 900 Laufkilometer gesammelt.

Die Vorbereitung für den Rennsteiglauf hat sich doch erheblich vom Comrades Marathon Training unterschieden.  Im Wesentlichen habe ich mehr Tempoläufe absolviert (VCM Staffel: 9km in 3:55 Pace; Hamburg Marathon in 3:12). Das GAT1 Training wurde im Gegenzug reduziert. Weiterlesen

Hamburg Marathon 2016

Am 17. April 2016 lief ich zum dritten Mal den Hamburg Marathon. Die Vorzeichen waren in diesem Jahr komplett anders. Im Vorjahr war alles im Zeichen von #bph. Heuer war ein lockerer Longjog als Vorbereitung für den Rennsteig Lauf geplant.

Bis Kilometer 32 war es trotz einer 4:37 Pace ein angenehmer Longjog.  Ich war selbst über mich erstaunt. Das Tempo fühlte sich locker an. Ich hatte Spaß und erfreute mich über die Anfeuerung der Zuschauer. Bei Kilometer 32 überholte ich den 3:15 Pacemaker und plötzlich war der Killerinstinkt geweckt. Die Boston Qualifikation schoss in mein Gehirn. Es wurde das Gaspedal gedrückt. Die Pace steigerte sich auf 4:29 (km 30 – 35) bzw. 4:23 (km 35 – 40). Die letzten beiden Kilometer absolvierte ich in einer 4:12 Pace. So überquerte ich nach 3:12:45 als sehr zufriedener Finisher die Ziellinie.

Der Hamburg Marathon ist halt immer eine Reise wert. Tolle Strecke, Organisation und Publikum. Mein Lieblingsmarathon!

Hier noch ein paar bildliche Eindrücke