Testbericht: Garmin Vivofit

Garmin hat mir vor kurzem ermöglicht die Garmin Vivofit zu testen.

Garmin-Vivofit-Fitness-Armband-f708x424-ffffff-C-e9c53c2b-105007300Das Fitnessarmband hat laut Garmin die folgenden Eigenschaften:

  • Lernt, wie aktiv der Benutzer derzeit ist, und weist entsprechend angepasste Tagesziele zu
  • Zeigt die Anzahl der Schritte, den Kalorienverbrauch und die Distanz an und überwacht den Schlaf
  • Kann für Fitnessaktivitäten mit einem Herzfrequenzsensor gekoppelt werden
  • Batterie-Laufzeit von mehr als einem Jahr; wasserdicht
  • Speichern, Planen und Weitergeben von Fortschritten bei Garmin Connect

Die Vivofit wird mit zwei Armbändern ausgeliefert. Als erste Aktivität steht die Koppelung des Bandes mit dem Garmin Connect Account an. Das funktioniert über den Computer und ANT+ USB Stick  reibungslos. Die Übertragung ist auch über die Garmin App und Bluetooth möglich. Diese Möglichkeiten habe ich nicht getestet. Nach erfolgreicher Koppelung errechnet das Fitnessband sofort ein individuelles Tagesziel auf Basis der Eingaben bei Garmin Connect (Aktivitätslevel).

Auch die Schrittlänge wird automatisch auf Basis der Körpergröße (Eingabe bei Garmin Connect) errechnet. Eine Individualisierung der Schrittlänge ist leider nicht möglich. Mein erstes Ziel lautet: 10.000 Schritte. Ich habe noch keine Ahnung, ob das viel oder wenig ist. Skepsis überwiegt, ob ich die 10.000 Schritte an einem reinen Bürotag ohne Sporteinheit schaffen werde.

Der nächste Tag bringt Licht ins Dunkel. Und ich muss gestehen, ich war überrascht. Jeder Schritt zählt. Vom Aufstehen bis zur Dusche, Weg zur U-Bahn, Weg von der U-Bahn zur Arbeit, vom Computer zum Drucker, vom Arbeitszimmer zum Meetingraum, vom Arbeitsplatz zur Kantine und wieder zum Arbeitsplatz, zum Drucker, zu Meetings, zur U-Bahn und nach Hause. 11.000 Schritte an einem reinen Bürotag. Ich war überrascht. Positiv überrascht. Ich merke erst jetzt, dass ich mich auch an einem Bürotag immer wieder bewege und nicht nur vor dem Computer sitze.

Jetzt kommt natürlich die legitime Frage: „Ist die Schrittzählung auch korrekt?“ Diese Frage ist mit einem „Sicher nicht“ zu beantworten. Ich konnte bei meinem Test feststellen, dass beim Zähneputzen (Vivofit am gleichen Arm), beim Duschen oder auch bei heftigen Armbewegungen von oben nach unten der Schrittzähler weiterläuft. Aber muss das Band wirklich bis auf den letzten Schritt genau sein? Es geht um Freude an der Bewegung und wie aktiv der Tag verbracht wird. Ich habe dann die Vivofit einfach zum Duschen und Zähneputzen abgenommen, um eine Verzerrung der Zahlen zu verhindern.

Am Ende des Tages geht es dann ab ins Bett. Kurz davor aktiviere ich noch den „Sleep“ Modus. Die Vivofit zeichnet den Schlaf auf. Im Garmin Connect lässt sich dann auswerten, wie ruhig Mann/Frau geschlafen hat. Diese Information lässt sich natürlich auch aus dem Gefühl beim Aufstehen ableiten. Ich fand es trotzdem spannend zu analysieren, wie intensiv ich mich teilweise während der Nacht bewegt habe. Am nächsten Tag stand dann der erste Lauf mit der Vivofit am Programm. Schon ein tolles Gefühl, wenn nach dem Morgenlauf das Tagesziel schon erreicht ist. Die Vivofit gibt ja nicht nur Schritte, sondern auch Entfernung, Kalorien und HF wieder. Aufgrund der standardisierten Annahme der Schrittlänge über die Körpergröße kann die Vivofit natürlich nur Näherungswerte liefern. Bei mir waren die Werte (Kilometer) ungefähr um 15% höher als beim Garmin Forerunner 910xt. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich. Es kann nicht der Anspruch sein, dass dieses Band mit der Genauigkeit einer GPS Uhr mithalten kann.

Ein besonderes Spannungselement sind die Challenges auf Garmin Connect. Unter meinen Garmin Freunden befinden sich viele Kollegen, die auch ein Vivofit Band besitzen. So ist ein guter Vergleich möglich, wie viele Schritte andere Personen absolvieren.

Die Vivofit lässt sich sehr gut tragen. Sie schmiegt sich gut an das Handgelenk und fühlt sich sehr angenehm an. Manche User berichten, dass der Klickverschluss sich leicht löst. Dieses Problem ist bei meinem Test über 2 Wochen nicht aufgetreten.

Das Display ist bei Tageslicht sehr leicht und gut ablesbar. Bei Dunkelheit wäre eine Beleuchtung hilfreich. Das geht natürlich zu Lasten der Batterien, die laut Angaben von Garmin rund 1 Jahr halten sollen. Somit fallen die ständigen Akku Ladungen wie bei Mitbewerberprodukten weg.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick.

  • hervorragende Batterielaufzeit von einem Jahr
  • bei Tageslicht top ablesbares, permanentes Display
  • Daten ohne Smartphone-Anbindung abrufbar
  • 2 Armbänder im Lieferumfang
  • Anzeige von Schritten, Strecken, Kalorienverbrauch, Herzfrequenz (optional), Uhrzeit
  • Schlaftracker
  • kompatibel mit iOS, Android, PC
  • Wasserdicht bis 50m
  • Challenges mit anderen Vivofit Usern

Meine Anregungen

  • kurzer Alarm oder Vibration bei Erreichung des Tagesziels (geht natürlich zu Lasten der Batterieleistung)
  • Beleuchtungsmöglichkeit (zu Lasten der Batterieleistung)
  • Zusammenfassung von ruhigen und unruhigen Schlaf im Garmin Connect
  • Errechnung der aktiven Minuten pro Tag (Bewegungsminuten)
  • Andere sportliche Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen etc. finden kaum Berücksichtigung
  • Manuelle Eingabe der Schrittlänge

Resümee

Die Garmin Vivofit kann wirklich motivieren. Mit der automatischen Anpassung des Tagesziels wird die Erreichung mit jedem Tag schwieriger. Auch die Idee von Challenges zwischen Vivofit Usern unterstützt den motivierenden Faktor. Die Vivofit ist vor allem für Personen geeignet, die diesen Motivationskick suchen oder sogar benötigen. Für ein professionelles Training ist das Fitnessband natürlich nicht geeignet. Das ist aber auch nicht der Anspruch an das Gerät.

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7 Gedanken zu “Testbericht: Garmin Vivofit

  1. Danke für Deine Meinung… ich bin ja auch eher ein Fan von Gadgets und vorallem von Zahlen… deshalb überlege ich schon länger, ob ich mir so ein Teil zulege… Die Synchronisation funktioniert aber glaube ich erst ab iPhone 4s/5… das hält mich bis zum Telefonupdate noch vom Kauf ab…

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