Bericht: Rennsteiglauf Supermarathon 2016

Nach einer sehr intensiven Trainingsphase stand ich vor 3 Wochen an der Startlinie einer der größten und traditionsreichsten Ultramarathons Deutschlands – dem Rennsteiglauf. Dies hatte ich dem Weihnachtsgeschenk meiner Frau zu verdanken 🙂

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Mein Laufjahr 2014

Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu und somit drängt sich natürlich ein Rückblick auf die läuferischen Ereignisse in 2014 auf. 

Im Dezember 2013 habe ich bereits ein intensives Laufjahr 2014 prophezeit. Und ich sollte Recht behalten. In 2014 bin ich mehr als 3.500km gelaufen: das entspricht einer Entfernung (Luftlinie) von Wien nach Teheran mit einer kleinen 300km Schleife :-). Das kann sich für meine Verhältnisse durchaus sehen lassen. Weiterlesen

Bericht: Comrades Marathon 2014

Das Abenteuer Comrades Ultramarathon beginnt um 01:15 Uhr. Ich liege bereits seit 30 Minuten wach im Bett und überprüfe gefühlt jede Minute die Uhrzeit. Jetzt darf ich endlich raus. Ich habe aber immerhin 4 Stunden geschlafen – mehr als gedacht. 7 Monate Vorbereitung sollen heute abgerufen werden. Weiterlesen

Das Projekt #road2comrades2014 geht zu Ende

Am 1.Juni 2014 stehe ich an der Startlinie des Comrades Marathon in Pietermaritzburg. Das Projekt #road2comrades geht somit zu Ende. Damit endet auch die intensivste Vorbereitung in meiner Laufkarriere.
Ein Rückblick: Das Projekt #road2comrades2014 hat am 1.September 2013 um 06:18 Uhr mit der Anmeldung zum Comrades Marathon 2014 begonnen.

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Bericht: #videnbratislava

Am Ostersamstag war es so weit. Ich habe in meinem letzten Artikel schon über die Vorgeschichte berichtet, wie es zu diesem Laufprojekt kam. Es wartete meine erste Ultradistanz auf mich. Leider lief die Vorbereitung in der Woche alles andere als optimal. Ich hatte mir kurz vor dem Wien Marathon einen kleinen Virus zugezogen und musste daher den Marathon bereits nach der Halbdistanz beenden. Zusätzlich war an ein strukturiertes Training nicht zu denken. Somit war auch #videnbratislava gefährdet. Ein Rekolauf am Donnerstag zeigte, dass ich zwar am Weg der Besserung war, aber meine HF befand sich immer noch nicht im perfekten Bereich. Ich beschloss trotzdem zu laufen, da eine positive Tendenz erkennbar war und das Körpergefühl wieder stimmte.

Und so machten sich 4 Twitteranten (@Geordi2504, @SHaboeck, @Guracell, @peterslaufblog) und #schurliohnetwitter am Ostersamstag auf dem Weg zur U2 Station Donaumarina.

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Um kurz nach 07:00 ging es los. Und sofort traten die ersten Probleme auf. Bei meinem lieben Laufkollegen Basti war der Laufrucksack undicht und es dauerte rund 5 Kilometer bis die Lösung gefunden war. Danach rollten wir in einer gemütlichen 06:00 Pace Richtung Bratislava. Ich war bald heilfroh, dass ich mitgelaufen bin. Unsere Lauftruppe punktet nicht nur durch gute Leistungen, sondern auch durch schwarzen Humor. Wir lachten viel und die Zeit verging wie im Flug. Es ist wohl das schönste Geschenk auf Erden den ersten Ultramarathon mit so tollen Freunden zu bestreiten. Die Kilometer purzelten. Nach der Geruchsbelästigung durch den Ölhafen Lobau ging es Richtung Schönau. Bald erblickten wir den folgenden Hinweis:

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Da war wohl ein Marathoni am Werk 🙂  Nach Schönau folgte dann die wohl längste Gerade in Österreich. Fast 17km geradeaus. Und ich meine geradeaus.

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Die Kilometer vergingen wie im Flug. Bei Kilometer 25 nahm ich dann mein erstes Gel. Der Laufschritt war noch sehr locker. Ich wollte jedoch verhindern, dass die Kohlenhydratspeicher schon früh angetastet werden. Über den Geschmack des Gels werde ich schweigen 🙂

Unsere Truppe machte gute Fortschritte und bei Kilometer 30 lachten wir immer noch.

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Die Natur im Nationalpark war wunderbar, aber so langsam wurde es mit der langen Gerade doch etwas Monoton. Da hilft wohl nur ein wenig Twittern und die Konsumation eines Gels inkl. Ärger über den Geschmack.

DSCN3875Die Zeit schien stehen zu bleiben und ich machte eine ständige Kontrolle am Garmin, ob wir uns vorwärts bewegten. Die Kilometer zwischen 30 und 40 waren mental die Schwierigsten für mich. Ich war heilfroh, als wir Hainburg erreichten und es wieder abwechslungsreicher wurde. An der Donaubrücke waren dann die ersten 42,2km geschafft.

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Nun wagte ich mich erstmalig über die Marathondistanz und ich wusste nicht, was mich erwarten würde. Der Radweg führte uns an der Donau entlang durch Hainburg in Richtung Wolfsthal, vorbei an wunderschönen Rapsfeldern.

Hainburg

Bei Kilometer 45 habe ich dann mein letztes Gel konsumiert. Meine Beine fühlten sich weiterhin locker an und ich fühlte mich sehr gut. Mental half mir dabei, dass nur noch 15 Kilometer zu laufen waren und am Ende ein kühles Bier warten würde. Basti wollte wohl etwas schneller im Ziel sein und starte ab Kilometer 47 mit einer Tempoverschärfung. Die Pace zeigte nun Werte um die 5:40.

Bei Kilometer 50 war die Stimmung der Truppe immer noch prächtig. Nur noch 10 Kilometer und die Beine sind noch nicht am Ende. Das macht Mut. So langsam machte sich dann aber das höhere Tempo doch bemerkbar. Ich nutzte verstärkt meinen Trinkrucksack mit dem Ultra Sports Buffer. Der Weg zur slowakischen Grenze wurde zur Geduldsprobe. Bei Kilometer 57 erreichten wir schlussendlich unseren europäischen Nachbarn. Jetzt machten sich die Muskeln doch noch bemerkbar und ich sehnte das Ende des Laufs herbei. Bei Kilometer 60 waren wir aber noch 2 Kilometer vom Zentrum entfernt. Noch einmal die gesamte Kraft mobilisieren und dann sahen wir schon die Donaubrücke, um in das Zentrum von Bratislava vorzustoßen. Dazu gab es noch einen kleinen Anstieg gratis dazu.

2014-04-19 13.22.34Nach etwas mehr als 6 Stunden und in einer Pace von 5:54 hatten wir die 62 Kilometer absolviert. Die Freude war riesig. Es war ein großartiges Erlebnis. Und ich habe wieder gelernt, dass ich die besten Freunde der Welt habe. Es war das wohl größte Geschenk diesen Lauf mit Euch zu absolvieren. Schön war auch die Anerkennung vieler Radfahrer, die wir auf der Strecke getroffen haben.

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Für den Comrades Marathon werde ich mitnehmen, dass ich mit meinem Trinkvorrat besser haushalten muss und eine Tempoverschärfung erst ab Kilometer 70 erstrebenswert ist 🙂