Mythen rund um den New York City Marathon

Den New York City Marathon umgeben zahlreiche Mythen, die in den Läuferkreisen gebildet wurden. Ich will Euch natürlich auch meine persönlichen Einschätzungen dazu geben:

1) Die Strecke ermöglicht keine persönliche Bestzeit

Diese Hypothese ist sicher korrekt für Läufer, die schon sehr nah an ihrer persönlichen Bestzeit laut Leistungsdiagnostik sind. Für Läufer, die noch eine große Lücke zur prognostizierten Marathonzeit haben, ist durchaus auch in New York eine persönliche Bestzeit möglich. Es gibt aber zusätzliche Erschwernisse wie Zeitumstellung, Wartezeit vor dem Start, Strecke und Wetter, die eine zusätzliche Herausforderung für eine persönliche Bestzeit darstellen.

2) Nirgendwo muss man so früh am Start sein

Es sind rund 3 bis 4 Stunden, die man vor dem Start im Startbereich in Staten Island verbringt. Für mich ist die Zeit aber ehrlich gesagt wie im Flug vergangen. Ich profitierte natürlich davon, dass ich in der Wave 1 war und dadurch schon eine Stunde weniger Wartezeit hatte. Zusätzlich waren die Temperaturen 2011 auch sehr angenehm. Kein Wind, kein Schnee, keine tiefen Temperaturen. Das macht das Warten natürlich wesentlich erträglicher. Ferner galt es natürlich das Treiben in den Startbereichen per Kamera zu dokumentieren. Nach gut einer Stunde wurden wir bereits aufgefordert uns langsam in die Corrals zu begeben. Der Fußmarsch und das Auffinden des richtigen Corrals nehmen dann gleich mal 15 bis 20 Minuten in Anspruch. Nach rund 30 Minuten im Corral ging es dann auch schon in Richtung Startlinie. Und dort sind es dann nochmals gute 30 Minuten, die durch musikalische Unterstützung, Nationalhymne und Vorstellung des Elitefelds auch wie im Flug vergehen.

3) Die Strecke ist sehr profiliert

Der New York City Marathon ist sicher nicht extrem profiliert. Mein Garmin zeigte einen positiven Höhenunterschied von 270 Höhenmeter für den Marathon. Dennoch sind die Steigungen nicht zu unterschätzen. Vor allem der letzte Anstieg auf der 5th Avenue in Richtung Central Park ist bösartig. Nicht besonders steil, aber nach 39 Kilometer spürt man jeden Anstieg.  Die letzten Anstieg in Richtung Ziel meisterte ich durch die Ausschüttung der Glückshormone problemlos. Nicht zu unterschätzen ist auch der Anstieg auf der 1st Avenue. Durch die tolle Stimmung ist es eine Herausforderung das Tempo nicht zu überziehen. Meine Empfehlung lautet daher: Kräfte sparen für die zweite Hälfte.

4) Der Marathon mit der besten Stimmung

Die Stimmung beim New York City Marathon ist wirklich großartig. Ich habe auch am Berlin Marathon teilgenommen und fand die Stimmung auch dort außergewöhnlich. New York City ist sicher noch eine kleine Stufe über Berlin anzusiedeln.  Über 130 Bands entlang der Strecke sind einfach unschlagbar. Aber auch beim New York City Marathon gibt es ruhigere Streckenabschnitte (Harlem, die zahlreichen Brücken,..). Und auch dort wo Zuschauer stehen, ist die Stimmung nicht immer so sensationell,wie es die vielen Berichte und Veranstalter uns weiß machen wollen. Nichtsdestotrotz: pure Gänsehaut beim Laufen auf der 1st Avenue…unschlagbar und ein Traum für jeden Läufer. Summa summarum ein tolles Publikum und eine Stadt, die wirklich für den Marathon lebt. Wo auf der Welt ist es noch möglich, mit der Medaille eine Woche in der Stadt herumzulaufen.

5) Die Organisation des Marathon ist perfekt

Ich erlebte den New York City Marathon als sehr gut organisiert. Vor allem die schnelle Startnummernausgabe und der kostenlose Shuttle Service zur Startnummernausgaben haben mich positiv überrascht. Weniger erfreulich war der lange Weg nach dem Ziel zurück zum Hotel aufgrund von Straßensperren und Umleitungen. Ein Fußweg von 10 Minuten wurde durch nicht erklärbare Sperrungen auf rund 45 Minuten ausgeweitet. Reiseveranstaltern ist es auch nicht erlaubt ihre Kunden nach dem Zielbereich gesammelt abzuholen. Das sind die einzige Punkte, die ich der Organisation vorwerfen kann.

6) Der New York City Marathon ist der schönste Marathon

Der New York City Marathon ist sicher ein einmaliges Erlebnis. Die Stimmung, die Läufer und eine Stadt, die für diesen Marathon lebt, machen diesen Marathon sehr speziell und einzigartig. Die Strecke selbst ist bei nüchterner Betrachtung als sehr puristisch einzustufen. Ich subsumiere unter dem Begriff schön auch die Landschaft oder die Architektur, die der Läufer während eines Marathons zu sehen bekommt. Unter diesen Prämissen ist der New York City Marathon für mich nicht sehr schönste Marathon.

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Jahresrückblick 2011

Am letzten Tag im Jahr 2011 ist es natürlich angebracht eine Bilanz über das abgelaufene Jahr zu ziehen.  Das Jahr 2011 war das intensivste Laufjahr in meiner bisherigen Läuferkarriere. Die nackten Zahlen aus meinem Garmin – Account sehen wie folgt aus:

  • 158 Läufe
  • 1.969,81 km absolviert (Wien – Moskau + 300km)
  • 194 Stunden und 48 Minuten gelaufen (mehr als 8 Tage)
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 10,1 km/h
  • Kalorienverbrauch: 151.651 cal  (ca. 200 Wiener Schnitzel mit Pommes)

Zu den nackten Zahlen ist noch zu ergänzen, dass ich rund 6 Wochen gar keine Läufe absolviert habe (Regeneration nach den beiden Marathons).

Das Jahr 2011 war geprägt von 3 Highlights;

Im April habe ich es geschafft, beim Linz Marathon meine persönliche Bestzeit im Marathon zu unterbieten. Linz war eine perfekte Strecke für den Rekord, auch wenn der zweite Streckenabschnitt wirklich eine motivatorische Höchstleistung erforderte.

Im August begab ich mich auf ein völlig neues Terrain: Berglauf. Ich wagte den Schritt in die Berge. Auf der einen Seite suchte ich eine neue Herausforderung, auf der anderen Seite war ich auch naiv: Berglaufen kann ja bei guter Grundkondition kein Problem sein. Wie man sich irren kann. Berglauf ist wirklich eine komplett andere Disziplin. Vor allem die Rhythmuswechsel (Gehen, Laufen, Sprinten) waren eine große Herausforderung. So war auch die Nacht vor dem Wettkampf Sierre Zinal eine Nacht voller Unsicherheit und Zweifel, ob ich diese Herausforderung überhaupt schaffen werde. Meine Bedenken wurden beim Wettkampf zerstreut. Obwohl ich meine Zielzeit weit verfehlte, habe ich den Berg und mich selbst bezwungen. Eine sensationelle Strecke, ein einzigartiges Naturerlebnis und ein toller Laufkollege rundeten diesen schönen Wettkampf ab.

Im November wartete dann der eigentlich Saisonhöhepunkt: der ING New York City Marathon. Und es war wirklich ein wahrhaftiger Höhepunkt: eine unglaubliche Stimmung, Begeisterung und eine Stadt, die für den Marathon lebt. Nirgendwo in der Welt ist es wohl möglich die Finishermedaille eine gesamte Woche zu tragen. Die Strecke ist sicher nicht für Rekorde geeignet, aber die unzähligen Bands und die Stimmung lassen den Marathon wohl zum kürzesten Marathon werden. Auf den 42,2km kommen wirklich alle Sinne des Läufers auf die Rechnung. Obwohl ich meine persönliche Bestzeit leider nicht unterbieten konnte, wird mir New York sicher immer in guter Erinnerung bleiben.

Meine Top 3 Lauffotos aus dem Jahr 2011:

Platz 3: Linz Marathon (500m vor dem Ziel)

Platz 2: New York City Marathon, Ziel

Platz 1: Sierre Zinal (Abstieg nach Zinal)

Ausblick 2012:

Aufgrund privater Natur wird das Jahr 2012 etwas ruhiger werden. Der erste Saisonhöhepunkt wird der Haspa Hamburg Marathon am 29.April 2012 werden. Im Herbst werde ich dieses Mal keinen Marathon bestreiten.

Auch im Jahr 2012 werde ich versuchen spannende Berichte von Läufen zu bloggen. Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr 2012.

KEEP ON RUNNING and RUN HAPPY!

Bericht New York City Marathon 2011

Das Abenteuer New York City Marathon 2011 startet um 5 Uhr morgens für mich.

Ein erster Blick aus dem Fenster bestätigte meine Vermutung. Vor unserem Fenster tummelte sich eine Ansammlung von Bussen, die seit 3 Uhr morgens vor unserem Hotel eintrafen. Die vierspurige Fahrplan war komplett zugeparkt mit Autobussen. Um 05:45 Uhr war der Treffpunkt für die Dertour Marathongruppe.

Um 06:00 Uhr ging es dann zum bereitgestellten Bus. Die Hälfte der Laufkollegen musste auf den zweiten Bus warten, der ein paar Straßen weiter im Stau stand. Ich durfte dagegen gleich in den ersten Bus.

Mit diesem Bus ging es dann in Richtung Startbereich zur Verrazano Bridge nach Staten Island.  Die Busfahrt führte uns durch das Industriegebiet von New Jersey (not nice).

Um 7 Uhr erreichten wir schlussendlich den Startbereich und durften den Bus verlassen.

Zu meiner großen Überraschung waren die Temperaturen sehr angenehm. Immer wieder wurden in diversen Blogs vor den kalten Temperaturen und den kalten Winden auf Staten Island gewarnt. Obwohl der Wetterbericht Marathonwetter vorhersagte (8  bis 14 Grad), waren alle Läufer recht warm gekleidet.

Wir marschierten nun in Richtung Start.

Vor dem Eingang wurde mir noch mein Gartensessel abgenommen. Nachdem in diversen Blogs zu lesen war, dass es keine Sitzmöglichkeiten im Startbereich gibt, hatte ich mir einen kleinen Gartenstuhl mitgenommen. Dies wurde in einigen Blogs auch empfohlen. Ich war daher überrascht, als mich eine Security Dame aufforderte, den Stuhl abzugeben, da eine Mitnahme nicht erlaubt sei. Lession learnt: Glaub nicht alles, was in Blogs steht 🙂

Ich war mit meiner Startnummer dem orangen Startbereich zugeordnet. Die Hinweisschilder waren sehr eindeutig und hilfreich.

Nach kurzer Zeit erreichte ich den so genannten orangen Startbereich. In diesem Bereich gab es gratis Kaffee, Donuts, Wasser, Gatorade und Powerbars. Auch die UPS-Kleider LKWs befand sich in diesem Bereich.

Startbereich Orange:


Durch die Unterteilung in drei Farben (Grün, Blau und Orange) wird das Starterfeld von 47.000 Läufern wesentlich übersichtlicher. Zusätzlich werden die Läufer nicht nur in Startwellen (insgesamt 3), sondern auch in Corrals unterteilt. Ein Corral umfasst maximal 1.000 Läufer.

Gegen 08:10 Uhr gab ich meinen Kleidersack beim entsprechenden LKW ab, da die Läufer aufgefordert wurden, sich ab 08:20 Uhr in die entsprechende Corrals zu begeben. Ich marschierte in Richtung Eingang für die orangen Läufer. Doch wo war der? So gut die Organisation bis jetzt war, so verwirrt war ich, als sich das Läuferfeld nun durchmischte. Die grünen Läufer müssten durch den orangen Bereich und ich kreuzte den grünen Bereich, um zum orangen Start zu kommen. Das bleibt aber auch der einzige Minuspunkt für die Organisation. Nach zwei Mal fragen fand ich schließlich den richtigen Eingang.

Der Startbereich für die Corrals kam mir irgendwie vor wie ein Mini-Guantanamo. Ist ein sehr krasser Vergleich, aber er beschreibt das Erlebte recht gut. An ein Sitzen war nur kurz zu denken. Wir wurden aufgefordert zu stehen, denn sonst würden nicht alle Läufer Platz finden. Dicht an dicht gedrängt standen wir bis wir Richtung Start geführt wurden. So war auch an einen Toilettengang vor dem Start nicht mehr zu denken. Gegen 08:50 Uhr kam die Erlösung. Wir wurden nun zum Startbereich geführt. Wir konnten uns wieder etwas Freier bewegen.

Im Startbereich vor der Verrazano Bridge sorgte laute Musik für gute Laune.

Startbereich:

Kurz vor dem Start kam es zur Vorstellung des Elite Felds und es wurde natürlich die amerikanische Hymne gesungen. Der Bürgermeister von New York Michael Bloomberg gab schließlich den Startschuss.

Zu den Klängen von Frank Sinatras „New York, New York“ überquerte ich die Startlinie.

Mein Start:

Start Wave 3:

Der Start hatte es gleich in sich. Die 80 Höhenmeter spürt man aber in der Masse der Läufer kaum.

Viele Läufer nutzen gleich die Möglichkeit ihre ersten Fotos auf der Brücke zu schießen, da der Blick auf Manhattan wirklich sehr beeindruckend war. Dadurch war an ein zügiges Anlaufen erstmals gar nicht zu denken. Nach dem ersten Kilometer hatte ich eine Durchgangszeit von 05:30 min/km.

Das war natürlich weit weg von den 4:48 min/km, die ich mir für die ersten 30 Kilometer vorgenommen hatten. Aus diesem Grund drückte ich auf das Tempo. Nach rund 3 Kilometer hatte sich dann der Pace auf 4:33 min/km verbessert. Ich versuchte mich zu bremsen, da ich mich nicht verheizen wollte. Ich wusste, dass es ab Kilometer 30 extrem schwierig werden würde. Aber mein Kopf sagte mir: „Versuch es einfach…irgendwann musste du doch mal dieses Tempo durchhalten können. Warum nicht heute? Schließlich willst Du ja deine Rekordzeit angreifen“. Die ersten 5 Kilometer vergingen wie im Flug.

Vor allem aufgrund der Zuschauer, die bereits zahlreich erschienen waren.

Brooklyn:

In NewYork gibt es nur 2 Bereiche, an denen keine Zuschauer anzutreffen sind: die Verrazano Bridge und die Queensboro Bridge. Im Brooklyn gibt es immer wieder Teile mit wenigen Zuschauer, aber meistens stehen die Zuschauer dicht gedrängt aneinander. Die Stimmung ist auch in diesen Bereich bereits sehr gut, aber es bleibt aber nur ein leiser Vorgeschmack auf Manhattan. Vor allem die tollen Bands werden mir in Erinnerung bleiben.

Bei Kilometer 10 hat sich meine Pace auf 04:40 min/km verschlechtert…ich dachte immer wieder, ob es nicht zu schnell sei und mich das selbe Schicksal wie in Linz ereilen würde. Nachdem ich gut trainiert war, mich gut fühlte und auf die Zuschauer hoffte, wollte ich trotzdem das Tempo nicht reduzieren. Ich war ferner davon überrascht, dass es bereits jetzt ein ständiges auf und ab war. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es bereits so früh rauf und runter ging.  Es waren zwar nur wenige Höhenmeter zu überwinden, aber die langen Anstiege waren trotzdem nicht ohne. Trotzdem lief es von Kilometer 10 bis 20 sehr gut. Angefeuert vom Publikum und den tollen Bands flogen die Kilometer nur so vorbei. Praktisch fand ich vor allem, dass es ab der 3 Meile ständig Verpflegung (Wasser, Gatorade) gab. Ich versuchte das Tempo etwas zu reduzieren, um genügend Kräfte für die zweite Hälfte zu haben. So absolvierte ich den Halbmarathon in 1:41 Std. und einer Pace von 4:46 min/km. Ich lag somit etwas über meinem Zeitplan. Nach Kilometer 25 ging es dann über die Queensboro Bridge nach Manhattan. Bis jetzt war die Anfeuerung und Anzahl der Zuschauer gut aber noch nicht überwältigend. Das sollte sich in Manhattan ändern. Die Leute stehen in 4 Reihen und feuern einem an. Ich kann nur jeden empfehlen am Rand zu laufen und ein T-Shirt mit seinem Namen zu tragen. Ständig wird der eigene Name gerufen. Motivation pur. Die Atmosphäre auf der First Avenue ist kaum in Worte und Bilder zu fassen, aber es übersteigt alles bis jetzt Erlebte und Gesehene. Obwohl der Berlin Marathon sensationelle Fans und eine tolle Kulisse hat, gibt es auf der First Avenue doch einen Punktesieg für New York. Angefeuert durch meine Freundin und diese tollen Zuschauer bin ich durch die First Avenue geflogen, obwohl sie rund 7 Kilometer stetig ansteigt.

Bei der 30 Kilometer Marke lag ich mit meinem Pace von 4:46 min/km sehr gut. Nur mehr 12 Kilometer diesen Pace durchhalten.

Doch dann passierte mir ein Malheur. Ich merkte, dass meine Kräfte weniger wurden und wollte mir einen Schluck vom Powergel aus meiner Trinkflasche nehmen. Beim Zurückstecken der Flasche in den Trinkgurt verlor ich die Flasche. Wie kann so was nur passieren. Normalerweise habe ich immer noch ein paar zusätzliche Powergels eingesteckt…aber diesmal hatte ich einen leichteren Trinkgurt gewählt und keine zusätzlichen Powergels eingepackt. Dieses Malheur gab mir einen kleinen seelischen Knacks. Ich schleppte mich bis zur nächsten Trinkstelle bei Kilometer 33 durch und versuchte mein noch vorhandenes Powergel mit Wasser etwas zu strecken, um über die Runden zu kommen. Aber irgendwie war der Faden gerissen. Zusätzlich kam jetzt mit der Fifth Avenue noch rund 5km stetiger Anstieg, bevor es in den Central Park ging. Und diese Straße hat es in sich…diese kleinen giftigen Anstiege tun richtig weh…obwohl ich zur Vorbereitung mit Sierre Zinal ein Bergrennen absolviert hatte, war der Mann mit dem Hammer unterwegs. Ich musste immer wieder kleine Gehpausen einlegen und deckte mich bei den Trinkstationen mit Getränken ein. Die Stimmung auf der 5th Avenue war prächtig. Aber ich war einfach nur sauer. Sauer auf mich selbst, dass ich das Tempo nicht durchlaufen konnte und sauer, dass ich jetzt diese prächtige Kulisse nicht genießen konnte.  Die Zuschauer waren fantastisch. Als ich in den Central Park auf die letzten 3 Kilometer einbog, erreichten die Zuschauermassen ihren Höhepunkt.  Ich schleppte mich durch die letzten 3 Kilometer.

Nachdem mein Rekord außer Reichweite war, nahm ich noch eine kurze Gehpause bevor ich auf die Zielgerade einbog. Trotz der nicht ganz zufrieden stellenden Leistung bog ich stolz auf die Zielgerade ein, die nochmals mit einer kleinen Steigung aufwartete. Ich mobilisierte meine letzten Kräfte und dann stand schon ein Mitarbeiter des NYC Marathons, der mir ein High Five gab und dann hatte ich auch schon die Ziellinie in einer Zeit von 3:29:12 überquert. Es war ein toller Moment, obwohl ich ziemlich leer war.

Zieleinlauf:

Ziellinie überquert:

Ich war ein offizieller NYC-Marathon Finisher.

Und es gibt wohl keinen Marathon, bei dem das Finishen mehr gefeiert wird. Nach dem Überqueren der Ziellinie, erhielten wir unsere Medaille und eine Wärmefolie. Die Medaille wird beim New York Marathon die gesamte Woche getragen. Selbst beim Heimflug am Freitag (T+6) sah ich noch immer Personen mit der Medaille um den Kopf. Ob die die Medaille wohl zum Schlafen runternehmen?

Wie bei Großveranstaltungen üblich, wurden wir gedrängt, sofort weiterzugehen und nicht stehen zu bleiben.


Nachdem ich das Finisherbag erhalten haben, verließ ich den Central Park und begab mich zum Kleiderwagen. Von der Ziellinie bis zum Kleiderwagen sind es rund 1,5 Kilometer. Man sollte mit rund 1,5 Stunden rechnen, die man von der Überquerung der Ziellinie bis zum Hotel benötigt (sofern das Hotel in der Nähe zum Central Park liegt).

Fazit:

Atmosphäre beim Marathon: Die Atmosphäre beim NYC Marathon ist unbeschreiblich. Die Anfeuerung und Unterstützung übersteigt das bisher erlebte. (5 von 5 Sternen)

Strecke: Die Strecke ist leider sehr tückisch. Es gibt ständig leichte Steigungen. Vor allem der Anstieg auf den Brücken ist durchaus erwähnenswert. Die Strecke ist sicher keine Strecke für einen neuen persönlichen Rekord. (3 von 5 Sternen)

Organisation: Die Organisation ist absolut top. Die einzigen Ausnahmen bilden der Gegenverkehr zur Startaufstellung und das nicht Erreichen der Toiletten in den Corrals (aufgrund der Menschenmasse). Sonst ist der Marathon perfekt organisiert und zeichnet sich durch keine Überraschungen aus (Fotowand bei der Startnummernausgabe, Fotowand im Zielbereich, Supportyourmarathoner, Live Tracking, etc.), die die Toporganisation unterstreichen. (5 von 5 Sternen)

Umfeld: Die ganze Stadt lebt den Marathon. Vor dem Marathon wird man in den Lokalen angesprochen, ob man den Marathon läuft. Am Samstag ist der Central Park voll mit Läufern. Selbst eine Woche nach dem Marathon tragen die Läufer stolz die Medaille und werden von den New Yorkern darauf angesprochen. (5 von 5 Sternen)

T-1: The day before NYC marathon

Nachdem ich am Freitag Abend in New York eingetroffen bin, stand am Samstag die Health and Fitness Expo im Javits Convention Center zur Abholung der Startunterlagen am Programm.

Die Messehalle befindet sich im Westen von Manhattan. Glücklicherweise bietet der Veranstalter ein eigenes Shuttle Service an, das die Marathonis direkt zur Veranstaltungshalle transportiert. Von meinem Hotel musste ich daher nur zwei Blocks Richtung Norden gehen und war schon an der Haltestelle. Die Fahrt mit dem Bus dauerte rund 10 Minuten. Nach der Teilnahme am Berlin Marathon war ich auf großen Andrang und Wartezeit bei der Startnummernausgabe eingestellt.

Einen ersten Stimmungseindruck gibt es gleich bei der Marathonmesse. Die Läufer und deren Begleiter werden durch einen Kanal Richtung Eingang geführt.

Neben diesen Kanal stehen bereits Leute, die klatschen und die Läufer anfeuern. Crazy. So etwas habe ich noch bei keiner Startnummernausgabe erlebt. Am Ende des Kanals gibt es dann eine ID-Überprüfung, bevor der offizielle Expo-Bereich betreten wird. Und dann geht es auch schon zur Startnummernausgabe. Das hat mich noch viel mehr überrascht. Ich rechnete damit, dass ich – wie in Berlin – am Ende der Messehalle die Startnummernausgabe finden würde. Somit hatte ich bereits nach rund 10 Minuten meine Startnummer in Händen. Zusätzlich bietet der Veranstalter noch zwei Bereiche, an denen man sich mit seiner Startnummer fotografieren lassen kann. Da kann man nur sagen: Weltklasse.



Nachdem ich die Startnummer und das Goodie Bag in Händen hielt, machte ich einen Blick durch die Expo. Es waren natürlich alle großen Aussteller vorhanden. Im Vergleich zu Berlin ist die Zahl der Aussteller aber sehr überschaubar. Nachdem ich die Produktangebote einzelner Aussteller getestet hatte,


besuchte ich noch den offiziellen Asics New York City Marathon Store. Asics verkauft auf sehr großer Fläche Funktionskleidung mit offiziellem New York City Marathon Logo. Nachdem ich meine Funktionsshirts bereits im Online Shop von den New York Road Runners gekauft hatte (nachdem ich gehört habe, dass manche Größen bald ausverkauft sind), habe ich nur sehr coole Winterhandschuhe erworben.

Am Nachmittag ging es dann in den Central Park.  Zu meiner Überraschung war es möglich, sich fast den gesamten Zielbereich anzusehen.

Noch 400 Meter bis zum Ziel

Noch 200 yards

Vorbei an der Österreich Fahne

Und rein in das Ziel

Das war echt eine tolle Motivation für den Sonntag!

Vienna Night Run 2011

Am Samstag, 8.Okotober fand zum 5.Mal der Vienna Night Run statt.  Sechs Euro des Anmeldeentgelts kommt der Aktion Licht für die Welt zu gute. Diese Hilfsorganisation setzt sich für Blinde, anders Behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen in den Armutsgebieten der Erde ein.

Die Streckenlänge beträgt 5km und führt entlang der Wiener Ringstraße zu vielen Sehenswürdigkeiten:

Im Jahr 2011 erfolgt der Start wieder am Heldenplatz, nachdem der Rathausplatz bereits zu klein geworden ist. Im Jahr 2011 nahmen rund 15.000 Läufer teil. Die Startnummernausgabe erfolgte in der Hofburg. Ich machte mich daher am Freitag Abend auf den Weg, um die Starterpakete für meine Freundin und mich abzuholen. Nachdem die Organisatoren vom Vienna City Marathon und vom Vienna Nightrun fast identisch sind, ist die Organisation recht gut. Das Ambiente in der Hofburg ist sehr ansprechend bei der Abholung der Unterlagen. Die Startnummer, das Event-Funktionsshirt (dieses Jahr endlich in GRÜN)

und das Goodie-Bag sind sehr schnell ausgefasst. So bleibt mir noch etwas Zeit, um auch bei den Ausstellern etwas zu stöbern.

Ich nehme gern an diesem Lauf teil, weil die Atmosphäre sehr spannend ist. Es gibt ein sehr nettes Rahmenprogramm um den Lauf und die große Anzahl der Läufer macht diesen Lauf sehr speziell. Leider hat sich die Stimmung in den letzten Jahren kaum von den Läufern auf das Publikum übertragen. Eine Anfeuerung der Läufer ist nur am Start und im Ziel gegeben. In diesem Jahr hat der Veranstalter daher erstmalig den Termin nicht auf einen Wochentag sondern auf einen Samstag gelegt. Die Organisatoren erhofften sich dadurch eine höhere Anzahl an Läufern aus den Bundesländern.

Für mich persönlich sind die 5 km nur ein Einlaufen für den Long Jog am Sonntag. Ich verfolgte somit keine Ziele im Hinblick auf Zeit oder Pace. Meine Aufgabe bei diesem Lauf besteht darin, meine Freundin gut durch den Lauf zu bringen :-).

Leider hat es der Wettergott nicht recht gut gemeint. 5 Grad und Nieselregen sind natürlich keine optimalen Temperaturen. Aufgrund des großen Andrangs erfolgt der Start in Wellen.

Nachdem ich der Pacemaker für meine Freundin bin, sind wir im Startblock GELB. Leider erfolgt beim Eingang keine Kontrolle des Startblocks. Es ist somit nicht ersichtlich, wo der Startblock Gelb beginnt. Wir reihen uns mal in der Mitte des Feldes ein. Der Start dauert in diesem Jahr sehr lange. Insgesamt stehen wir 15 Minuten nach der ersten Welle immer noch im Startblock. Als Läufer habe ich natürlich Verständnis, dass sich die Organisatoren bei einem so großen Läuferfeld Zeit für das Starten lassen, um ein halbwegs vernünftiges Laufen zu ermöglichen. Bei 5 Grad und Nieselregen ist aber die Geduld und das Verständnis trotzdem recht bald aufgebraucht. Rund 18 Minuten nach dem offiziellen Startschuss geht es dann endlich los. Auf den ersten 5 Meter schaffe ich es rund 10 Personen über den Haufen zu rennen :-). Nachdem wir auf den Ring einbiegen, bessert sich die Situation. Trotz der großen Anzahl an Läufer ist ein Laufen möglich.

Leider sind meine Muskel aufgrund der langen Wartezeit etwas steif…aber das legt sich relativ rasch. Die erste Musikunterstützung bei Kilometer 1 nehme ich nicht aktiv war. Am Schwedenplatz bessert sich die Situation. Laute Musik und Zuschauer (man glaubt es kaum) pushen die Läufer. Bei Kilometer 3,5 gibt es dann in der Powerade Zone Produktwerbung statt Musik. Das motiviert richtig zum schnellen Laufen :-). 500 Meter vor dem Ziel geben wir nochmals Gas und dann ist es auch schon geschafft. Leider wartet man auf das versprochene Wasser nach dem Ziel sehr lange. Die Wasserstation befindet sich am Ende des Zielschlauchs, kurz vorm Heldenplatz. Bei einem Marathon wären wahrscheinlich bereits ein paar Läufer vor Erschöpfung zusammengebrochen, weil sie so lange kein Wasser bekommen. Das hindert mich jedoch nicht, mich mit meiner Freundin zu freuen, die erstmals die 5 Kilometer unter 30 Minuten geschafft hat. Wir lassen den Night Run dann bei einem Radler am Festgelände ausklingen.

Schneeberglauf 2011

Am Samstag, den 24.September 2011 fand der 15. Raiffeisen Schneeberglauf statt.  Der Lauf hat eine Länge von 10km und weißt eine positive Höhendifferenz von 1.200 Höhenmeter auf.

Das Streckenprofil sieht wie folgt aus:

Ich absolvierte meinen Lauf mit meinem Freund Sebastian, mit dem ich auch schon den Sierre Zinal Lauf gelaufen bin, und einen weiteren Bekannten von Sebastian. Nachdem der Schneeberg nur rund 1 Stunde von Wien mit dem Auto entfernt ist, machten wir uns um 08:30 auf den Weg. Puchberg am Schneeberg  ist eigentlich ein sehr verschlafenes Örtchen mit einer Ausnahme – dem Schneeberglauf. Man merkt, dass die gesamte Gemeinde auf den Beinen ist. Zusätzlich tummeln sich rund 400 Läufer inkl. Begleiter im Ort. Trotz der großen Anzahl an Personen verläuft die Organisation reibungslos. Wir holen unsere Startnummern von der nahe gelegenen Sporthalle ab. Der Kleidersack ist schließlich an der Talstation der Schneebergbahn abzugeben. Wir absolvieren noch einen kurzen Lauf zum Aufwärmen und dann geht auch schon in die Startaufstellung.

Um kurz nach 11 Uhr erfolgt der Startschuss zum Lauf. Nach 2 Kilometer auf Asphalt durch den Ort und einem ersten kurzen Anstieg, steht man nun am Beginn einer Forststraße, die auch gleichzeitig den Beginn des Aufstiegs markiert. Der Schneeberglauf ist vor allem deshalb so hart, weil er keine Streckenabschnitte aufweist, bei dem sich der Läufer entspannen kann. Kein Bergabstück – kein Flachstück nach Kilometer 2. Immer nur bergauf. Ich habe die ersten 2 Kilometer in einer Durchschnittszeit von 05:00 min/km absolviert. Ich fühlte mich sehr gut..aber mir war auch klar, dass das  Rennen erst jetzt beginnt. Ich war beim ersten Anstieg noch sehr optimistisch, dass ich meine Trainingszeit von 01:36 unterbieten würde. Ich versuchte meinen Bergrhythmus zu finden, doch irgendwie tat ich mich schwer am heutigen Tag. Mein Freund Sebastian hatte schnell zu mir aufgeschlossen und mich eingeholt. Ich schaffte es aber nicht sein Tempo mitzugehen. Meine Beine waren leer und ich spürte, dass die vielen Läufe und vor allem auch der schnelle Wettkampf am Donnerstag doch Spuren hinterlassen haben. Und so wechselte ich vom Laufmodus in den Gehmodus. Und das bereits nach rund 3,5 Kilometer. Bei keinem Trainingslauf bin ich in zu diesem Zeitpunkt je gegangen. Aber auch mein Umfeld machte es mir nicht gerade leicht. Viele Läufer taten es mir gleich und irgendwie fehlte mir die Motivation an diesem Tag mich wirklich bis ins Letzte zu quälen. Ich versuchte zwar immer wieder zu laufen, aber mein Bergpace war einfach viel zu schnell und ich musste bald wieder stoppen.

So konzentrierte ich mich auf ein rasches Gehen, damit ich nicht zu viel Zeit verliere. Auch die Einnahme eines Gels und von isotonischen Getränken aus meinem Trinkrucksack zeigte keine Wirkung. Meine Beine waren einfach nicht munter zu bekommen. Im Gehmodus, mit vereinzelten Laufpassagen, quälte ich mich bis zu Kilometer 8. Bis zu diesen Zeitpunkt wurde auf guten Forststraßen gelaufen.  Ab Kilometer 8 wird es dann richtig hart und alpin.

An einen Laufschritt ist hier gar nicht mehr zu denken. Die Wege sind eng, steil und mit Felsbrocken überseht. Im langsamen Tempo marschierte ich dahin. Zu meinen Überdruss war auch der Inhalt meines Trinkrucksacks aufgebraucht. Ich musste immer wieder kurz pausieren, da die Passagen sehr steil und fordernd waren. 2 Kilometer können eine Ewigkeit sein. 200 Meter vor dem Ende wird es dann wieder flach. Sebastian empfing mich am Eck und sprach mir Mut zu. Leider war ich für Aufmunterung nicht mehr zu haben. Zu sehr enttäuscht war ich über meine eigene Leistung. Es entlockte mir nur mehr ein: „Nie mehr wieder“.  Ich gab aber trotzdem noch einmal richtig Gas und überholte noch 2-3 Leute auf der Zielgerade.

Als ich durch das Ziel nach 1:41:50 durchlief, wurde mir sofort eine Medaille und eine Fleecedecke überreicht.

Auf 1.800 Meter hatte es nämlich nur rund 8 Grad. Am Start waren es noch 21 Grad. Der Zielbereich war sehr nett organisiert. Für die Läufer gab es Apfelsaft, Radler, Mineralwasser, Kuchen und Brote mit verschiedenen Aufstrichen.

Die Zeitnehmung erfolgt übrigens mittels Handstoppung. Auch das ist eine Seltenheit heute.

Dieser Berglauf ist wirklich sehr familiär organisiert und sehr anspruchsvoll. Irgendwann muss ich wiederkommen, um mich mit diesem Berg zu versöhnen. Vielleicht im nächsten Jahr 🙂

Wien Energie Business Run 2011

Am Donnerstag, 22.09.2011  fand im Wiener Prater der Business Run 2011 statt. Rund 19.500 Läufer nahmen die rund 4,25km lange Strecke auf sich.

Für mich persönlich ist es bereits der 5.Start beim Business Run.

Ich bin also absolut kein Rookie mehr 🙂 Ich habe ein recht ambivalentes Verhältnis zum Business Run. Auf der einen Seite fördert der Business Run den Laufsport und räumt ihm auch eine mediale Aufmerksamkeit ein. Auf der anderen Seite finde ich den Lauf einfach nur überdimensioniert. Es nehmen viel zu viele Menschen an diesem Lauf teil. An ein freies Laufen ist trotz Blockstarts kaum zu denken. Zusätzlich nerven die Laufkollegen, die sich komplett überschätzen und vor einem herumtorkeln. Die ersten Läufer bleiben bereits nach 500m stehen, da sie sich komplett überschätzen.

In den letzten Jahren habe ich stets versucht das Rennen so schnell wie möglich zu laufen. In diesem Jahr wollte ich es etwas langsamer angehen, nachdem ich bereits am Samstag meinen nächsten Wettkampf bestreite. Aus diesem Grund habe ich mir eine Zielpace zwischen 4:30 bis 4:45 vorgenommen.

Nach einem kurzen Einlaufen auf der Prater Hauptallee haben wir uns sofort in Richtung Startblock gegeben. Leider gibt es keine Zielpace pro Startblock. Wir haben uns deshalb in den ersten Block gestellt. Schon bereits 30 Minuten vor Beginn des Laufs war der Startblock gut gefüllt. Um Punkt 19:00 Uhr wurde das Rennen gestartet. Wie erwartet stolperten die Läufer vor mir herum. Nur durch intensive Zick Zack Bewegungen war es möglich sich nach vorne zu kämpfen. Nach Kilometer 1 zeigte meine Uhr eine Pace von 04:00. Viel zu schnell lieber Peter. Ich drosselte also ein wenig das Tempo. Ich merkte aber auch, dass viele Teilnehmer die Regeln nicht sehr ernst nehmen. Immer wieder wurde nicht auf der Straße, sondern auf Feldwegen gelaufen, um den Weg etwas abzukürzen. Bei Kilometer 2,5 lief plötzlich ein Arbeitskollege vor mir. Natürlich war jetzt meine Ehre gefragt und so konnte ich das Lauftempo jetzt doch nicht allzu sehr verlangsamen. Wir quatschten ein wenig und dann ging es auch schon in das Ernst Happel Stadion. Die halbe Laufrunde im Stadion ist sicher das Highlight des Laufs. Nachdem wir das Stadion verließen, war das Ziel nur mehr rund 500m entfernt. Nachdem sich meine Beine sehr gut anfühlten, legte ich einen doch recht netten Endspurt hin. Schlussendlich überquerte in die Ziellinie nach 18:05 (Pace 4:18 min/km). Das war doch deutlich über dem, was ich mir vorgenommen hatte. Danach ging es dann in den VIP Bereich des Ernst Happel Stadions. Unser Arbeitgeber lud zu einem großartigen Buffet. Mit Nudeln, Bier und Wein ließen wir diesen Abend ausklingen.

Wie in all den anderen Jahren steht der Lauf eigentlich nicht im Mittelpunkt, sondern das Zusammensein mit Arbeitskollegen.

Dann bis zum nächsten Jahr.